Kultur Rampe

Multikultureller Austausch und Integration

www.kultur-rampe.ch

Kritik an Multi-Kulti

In der traditionell konservativen Politik und in der alten extremen Rechten wird die multikulturelle Gesellschaft - abwertend oft "Multikulti" genannt - abgelehnt, da bei der Umsetzung ein vorgeblich durch die kulturellen Unterschiede bedingtes erhöhtes Konfliktpotential befürchtet wird, oder auch ein ökonomischer Nachteil bzw. ein Verlust bei der vorgeblichen Definitionsmacht über die Wertvorstellungen für die vorherrschende Kultur. Häufig werden Ängste mit dem vermeintlich bedrohlichen "Unbekannten" geschürt. Eine "tolerante Fremdenpolitik" würde eine Erhöhung der "Terrorismusgefährdung" bedeuten und eine "Gefahr für die innere Sicherheit" im "eigenen Land" bedeuten. Dabei wird häufig der Begriff Kultur, Glaube, Ethnie, Sprache und Herkunft verwechselt.

Zu Vertretern dieser Vorstellung gehört der US-amerikanische Politikwissenschaftler Samuel Huntington, der in Who Are We? Die Krise der amerikanischen Identität 2004 den Multikulturalismus als Ideologie globaler Eliten betrachtet und auf den "sozialen Sprengstoff" aufmerksam macht, "den Migration und Vielfalt für wohlhabende Gesellschaften bergen" könnte. Kosmopoliten wirft er dabei mangelnden "Wehrwillen" und "Vaterlandslosigkeit" vor.

Nach dem Mord an Theo van Gogh ist in den Niederlanden vermehrt Kritik an der multikulturellen Gesellschaft aufgekommen. Es kam in der Folge zu Brandanschlägen auf islamische Einrichtungen und daraufhin auch auf christliche Einrichtungen.


Homepage
Kultur
Kritik an Multi-Kulti